Schlagwort: Sicherheit

Norwegen: Mit Hurtigruten ganz individuell von Hafen zu Hafen

Norwegen: Mit Hurtigruten ganz individuell von Hafen zu Hafen

Von der klassischen Hurtigruten-Passage entlang der norwegischen Küste haben doch viele schon einmal gehört. Doch diese Route ist längst nicht die einzige Option. Denn mit dem „Hafen zu Hafen“-Angebot von Hurtigruten könnt ihr eure persönliche Lieblingsstrecke zwischen insgesamt 34 Häfen buchen. Wer also, wie wir, […]

Griechenland Kreuzfahrt mit Mein Schiff 6

Griechenland Kreuzfahrt mit Mein Schiff 6

Jiá su, Hallo Griechenland! Ich bin wieder zurück an Bord der Mein Schiff Flotte und begleite nach Mein Schiff 1 und 2 ein weiteres Mal den Wiederanfang einer neuen Destination – Auf Griechenland Kreuzfahrt mit Landgang. Und für alle, die das Abenteuer Kreuzfahrt genauso lieben […]

Auf Kurs mit Mein Schiff 1 – Ostseekreuzfahrt ab Kiel

Auf Kurs mit Mein Schiff 1 – Ostseekreuzfahrt ab Kiel

Meine erste Blaue Reise mit der Mein Schiff 2 im Juli hat mich überzeugt, direkt die nächste Panoramakreuzfahrt bei TUI Cruises zu buchen. Daher hieß es vergangene Woche wieder: Leinen los – Dieses Mal mit der Mein Schiff 1 ab/bis Kiel auf Ostseekreuzfahrt. Drei Zeitfenster standen ab 15 Uhr zum Vorabbuchen für den kontaktlosen Check-In im Cruise Terminal Ostseekai zur Verfügung. Bei bestem Sommerwetter und mit respektvollen Umgang, wie gegenseitiger Sicherheitsabstand von 1,5 Metern, ging es an Bord. Mit dem Öffnen der Kabinentür kam auch das Gefühl hoch, wieder „nach Hause“ zu kommen. Erster Blick galt dem Balkon und der Kieler Förde, dann blickte ich in das Bordprogramm mit Willkommensgruß vom Kapitän, relevanten Sicherheitsinformationen wie das Tragen von Mund-Nasenschutz sowie den spannenden Routenverlauf.

Das frühe Aufstehen hat sich gelohnt – Mein Schiff 1 läuft im Morgenrot in der Kieler Förde ein

Rügen´s Kreidefelsen – ein seltener Anlaufpunkt auf der Ostseekreuzfahrt

Als Stralsunder und Küstenkind freute es mich besonders, dass Mein Schiff 1 Kurs auf Kap Arkona und Rügen´s Königsstuhl nahm. Die Vormittagssonne brachte die Steilküste und Kreidefelsen zum Leuchten, gleiches galt in dem Augenblick auch für meine Augen. Von früheren Spaziergängen im Nationalpark Jasmund kenne ich diesen besonderen Ort gut, aber jetzt bin ich mir sicher: Den schönsten Blick auf die imposanten Kreidefelsen bietet sich von der Meerseite aus. Eine abschließende 360°-Drehung gewährte allen Passagieren – ob Backboard oder Steuerbord – eine tolle Perspektive auf den markanten Königsstuhl. Dieses besondere Erlebnis verfolgte ich ganz vorne am Bug der Mein Schiff 1 und war gefühlt den berühmten Kreidefelsformationen zum Greifen nah.

Schönstes Panorama: Mein Schiff 1 besucht Rügen´s Kreidefelsen
Immer die Kreidefelsen im Blick – Ob vom Bug oder im Diamanten am Heck der Mein Schiff 1

Heute, an meinem ersten Bürotag nach dem Urlaub, fragte mich ein Kollege, ob es mir an Bord ohne Landgänge nicht langweilig gewesen wäre. Ich schüttelte nur mit dem Kopf und leider war jeder einzelne Seetag schneller vorbei, als mir lieb war. Mein Schiff 1 lädt halt zum Erleben und Genießen ein. So begann ich jeden Tag mit einem Espresso entweder auf meinem Balkon oder in der Lagune und schwamm anschließend ein paar Runden im 30° warmen Außenpool. Auch die Whirlpools waren geöffnet, der Saunabereich hingegen blieb nach wie vor geschlossen.

Tolle Atmosphäre morgens um 7 Uhr in der Lagune auf Deck 12
Teil des Sicherheitskonzepts: Liegen mit Abstand

Für den perfekten Start in den Morgen empfehle ich einen Besuch im „Esszimmer“ mit Blick auf das tiefblaue Fahrwasser. Das exklusive Frühstücksangebot hat einen kleinen Aufpreis von 6,50 EUR pro Person und lohnt sich allemal. Stand auch täglich auf dem Programm: Check der Körpertemperatur mittels digitalisierter Wärmebild-Kamera. Das ist kein großer Aufwand und ich bin einfach nur dankbar, dass trotz der außergewöhnlichen Zeiten Kreuzfahrten möglich sind. Auch das Tragen von Masken in den öffentlichen Räumen nehme ich dafür gerne in Kauf.

Frühstück mit Meerblick. Was will man mehr.

Sehr oft habe ich einfach nur die Nase in den Wind gehalten und erfreute mich an dem Bilderbuchwetter auf unserer Seereise. Der Geruch nach salzigem Meerwasser ist einfach der schönste Urlaubsduft, den ich am liebsten jeden Tag hätte. Ein bisschen mehr als sechs Kilometer bewegte ich mich laut App täglich an Bord der Mein Schiff 1. Dazwischen genoss ich es auf der Sonnenliege zu entspannen, mich im Strandkorb zurückzulegen oder einfach an der Reling zu stehen. Besonders die geschwungene Laufstrecke am Heck hatte es mir angetan und ist einfach der beste Fotospot, um die Weite der Ostsee einzufangen – von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang. Übrigens blieben tagsüber der Pullover und die lange Hose stets im Schrank verschlossen, so herrlich warm ging es auf der Ostseekreuzfahrt zu.

Zum Chillen in den Strandkorb und einfach mal zurücklehnen
Ich hätte jeden Abend den Sonnenauf- und Untergang einfangen können – Jeder war einzigartig

Für eine Erfrischung zwischendurch bestellte ich mir jeden Tag einen Erdbeermilchshake oder eine Portion Spaghettieis an der Eisbar. Mein Tipp: Anstatt Vanilleleis schmeckt das Spaghettieis mit der Eissorte Cheesecake Raspberry noch besser. Wer die Kalorien wieder loswerden möchte, findet dazu Möglichkeiten im Fitnessstudio (ist für maximal 20 Personen geöffnet) oder mit dem vielseitigen Sportprogramm in der Arena. Auch Kids haben hier ihren Spaß, wenn Spielbälle, Tischtennisplatten und Co aufgebaut werden. Shuffleboard-Liebhaber können sich der Gruppenveranstaltungen anschließen oder auch individuell an der Rezeption ausleihen.

Die Eisbar ist auch eine inkludierte Leistung im Premium Alles Inklusive-Konzept

Stockholm, die Stadt des Wassers und ein Highlight auf der Ostseekreuzfahrt

Ein weiteres Highlight meiner Reise war die Panoramafahrt durch das Schärenarchipel auf dem Weg nach Stockholm. Fünf Stunden pures Naturkino von der ersten Reihe aus. Ich hätte hunderte Fotos machen können, da sich immer wieder neue Motive zeigten. Mal kreuzende Segler, mal bunte Holzhäuser in der grünen Landschaft oder eine Szene wie aus einem Schwedenkrimi.

Einfahrt in die wunderschöne Schärenland
Pures Naturkino von meiner Balkonkabine aus

Vorbei an unzähligen Felsen ist es sicherlich kein einfaches Manöver gewesen, die Mein Schiff 1 bis in Stockholms Stadtzentrum zu navigieren. Da angekommen, kam es zum Flottentreffen mit Mein Schiff 2. Ein toller Moment, der die Herzen von Kreuzfahrtfans höherschlagen ließ. Bis zum Sonnenuntergang gleiteten wir durch die Schären und so hieß es Abend im Atlantik Restaurant: Kalbscarpaccio, Lachs- und Heilbuttfilet mit Panoramablick genießen.

Immer wieder ein spannender Moment: Rendevouz mit einem weiteren Flottenmitglied in Stockholm
Abendessen mit schönem Schären-Ausblick im Atlantik Restaurant

Für noch mehr kulinarische Abwechslung auf der Ostseekreuzfahrt

Um kulinarisch noch mehr Abwechslung zu erhalten, hatte ich schon vor Reisebeginn das Gourmet-Paket PLUS zum Preis von 129 EUR pro Person gebucht. So konnte ich an drei Abenden je ein Vier-Gang-Menü in den Spezialitätenrestaurants inklusive Getränke genießen. Das Konzept im „Esszimmer“ baut auf Hausmannskost auf. Das „Cucimare“ setzt auf italienische Gerichte mit Pasta oder auch Pizza sowie Fisch- und Fleischgerichte.

Abendessen im „Esszimmer“: Hummersalat, Katroffelsuppe, Wiener Schnitzel und Cheesecake
Das Cucimare – Ristorante in der Manufaktur mit italienischer Küche

Am allerbesten hat mir aber das „Surf & Turf Steakhouse“ gefallen. Rund um das exklusive Menü kamen Kleinigkeiten wie sechs verschiedene Salze hinzu oder das perfekte Steakmesser, das selbst ausgewählt werden konnte. Der Cheesecake zum süßen Abschluss sowie die untergehende Abendsonne waren die Krönung eines ganz besonderen Abends.

Für mich das Restaurant mit dem allerbesten Essen und Blick aufs Meer: Surf & Turf – Steakhouse
Köstlicher Cheesecake im „Surf & Turf Steakhouse

Mein Schiff 1 und Mein Schiff 2 haben ihre Bauwerft in Turku besucht

Die Mein Schiff 1 ist seit 2018 auf den Meeren unterwegs und auf unserer Ostseekreuzfahrt kamen wir ihrem Entstehungsort ganz nahe. Wir nahmen Kurs auf Turku, quer durch den Schärengarten an der Südwestküste Finnlands, bis hin zur Meyer Turku-Werft. Auch Mein Schiff 2 begegneten wir erneut und es kam zu einem Schiffsballett zweier Kreuzfahrtschiffe vor den Toren Turku´s. Zurück fuhren wir durch unberührte Landschaften und kurz vor dem Verschwinden der Sonne am Horizont winkte ich ein letztes Mal dem finnischen Lotsen zu.

Einfahrt in die verträumte Landschaft Finnland´s, währenddessen Wassergymnastik im Pool
Ausblicke genießen geht auch ohne Landgang
Am Abend ging es wieder ins Atlantik Restaurant, hier überzeugt nicht nur die Optik der Gerichte, sondern auch der Geschmack. Wie üblich sind keine Tischzeiten oder Reservierungen nötig – Einfach genießen.

Nach dem Abendessen zog es mich zur James Bond-Show ins Theater und es gab keinen Song, den ich nicht aus der 007-Reihe wiedererkannte. Gastsängerin Bridget Fogle gab alles und begeisterte einfach nur. Auch im Theater galt: Reservierung vorab via Mein Schiff App, Mindestabstand halten, Einlass mit Mund-Nasen-Schutz, Mitarbeiter platzierten die Gäste Reihe für Reihe. Während der Show durfte die Maske natürlich abgenommen werden. Ein weiterer toller Punkt im Abendprogramm: Filmabend unter freiem Himmel und das bei sternenklarer Nacht.

Auszug aus dem Abendprogramm: Mit nötigem Abstand im Theater und in der Schaubühne
Das beste Unterhaltungsprogramm spielt sich allerdings draußen ab

Ich schlafe gerne mit offener Balkontür, das leise Meeresrauschen tut eben gut. Dazu kamen kreischende Möwen in Kiel, die leider auch das Ende der Ostseekreuzfahrt bedeuteten. Beim Morgenkaffee am Abreisetag spulte ich im Kopf noch einmal die vielen Erlebnisse und Eindrücke der vergangenen Tage ab. Mit der reduzierten Passagieranzahl ergab sich ein Gefühl von großer Freiheit auf der Seereise. Zudem machte das Premium Alles Inklusive-Konzept das Bordleben perfekt. Nun, das war mein schöner Sommerurlaub an Bord der Mein Schiff 1 und ich freue mich bereits auf die nächste Kreuzfahrt mit TUI Cruises. Im Übrigen würde ich mich sehr darüber freuen, wenn die Reederei an den Blauen Reisen auch nach der aktuellen Situation festhält. Einschließlich der Ostseekreuzfahrten mit Rügen, Stockholm und Turku. Panorama genügt mir – auch ohne Landgang.

Blick auf den Routenverlauf. Die Seekarte wird auch weiterhin verlost und wird übers Bordfernsehen übertragen
Es sind diese Momente, die Kreuzfahrten zu etwas besonderem machen

Und da mir der Abschied von der Ostseekreuzfahrt mehr als schwergefallen ist, ging es am vergangenen Samstag gleich noch einmal auf Tuchfühlung mit der Mein Schiff 1. Allerdings mit Perspektivenwechsel: Eine besondere Begegnung mit einem eigens dafür gecharterten Motorboot. Ganze zwei Stunden begleiteten wir die Mein Schiff 1 vom Kap Arkona bis hin zum Königsstuhl an Rügen´s berühmten Kreidefelsen.

Dank Fabian von Kreuzfahrturlauber.de und seinen Fahrkünsten trafen wir ein weiteres Mal auf Mein Schiff 1

In der folgenden Galerie habe ich euch noch ein paar weitere Eindrücke von der Ostseekreuzfahrt mitgebracht und hoffe, ihr findet Gefallen daran. Solltet ihr noch weitere Rückfragen haben, dann schickt mir doch gerne eine Nachricht. Nicht zuletzt möchte ich der Crew von Mein Schiff 1 für den zuvorkommenden Service an Bord danken und auch TUI Cruises, die mir freundlicherweise ein kostenloses Internetpaket sowie Zugang zum X-Deck zur Verfügung stellten.

Meine Blaue Reise an Bord der Mein Schiff 2

Meine Blaue Reise an Bord der Mein Schiff 2

Animiert von meiner großen Sehnsucht nach einer Auszeit auf dem Meer, habe ich mich im Nu auf die erste Blaue Reise an Bord der Mein Schiff 2 begeben. Die Kreuzfahrt-Route des neuesten Flottenmitglieds von TUI Cruises führte ganz schlicht von Hamburg und wieder zurück in […]

Join the Jetset – Kreuzfahrt mit Oceania Cruises

Join the Jetset – Kreuzfahrt mit Oceania Cruises

Lifestyle und alles rund um eine perfekte Küche ohne jegliche Schönheitsfehler – so kann man meinen diesjährigen Sommerurlaub beschreiben. Klein. Fein. MS Riviera. Steifes Kreuzfahrtambiente und förmliche Kleiderordnung ist ein Irrglaube, es geht ganz leger an Bord zu. Mit dem modernen Boutique-Schiff der US-Reederei Oceania […]

Mit Oceania Cruises zum Zuckerhut

Mit Oceania Cruises zum Zuckerhut

Hello again, Oceania Cruises. Meine zweite Reise mit der US-amerikanischen Reederei lässt mich wieder in eine ganz exklusive Kreuzfahrtwelt eintauchen. Gleiche Schiffsklasse, gleiche Kabine (6033), nur die Route ist eine andere. Die zwölftägige Kreuzfahrt mit der MS Sirena führt von Buenos Aires nach Rio de Janeiro. Pure Entspannung – keine Hektik an Bord, hoher Komfort, zwanglose Kleidung, kleine Schiffsgröße, hervorragendes Essen, ein nicht übervölkertes, sondern sehr edles Sonnendeck sowie das beste Bett der Welt, das macht Oceania Cruises für mich im Kern aus. Der Kreuzfahrtpreis ist mehr als fair und als Dankeschön für die Erfüllung meiner Kreuzfahrtträume, habe ich gleich zwei Folgebuchungen bei Oceania Cruises getätigt: Im Sommer werde ich das Boutique-Kreuzfahrtschiff MS Riviera in vollen Zügen genießen und mit der MS Regatta heißt es im März 2020 von Papeete, Tahiti, Leinen los nach Bora Bora und viele andere Naturschätze Französisch-Polynesiens.

Kleinere Schiffe stehen auch für mehr Exklusivität

An Bord von Oceania Cruises trifft man auf erfahrene und im Herzen junggebliebene Mitreisende aus aller Welt. Der Großteil der über 600 Passagiere kommt aus den USA oder Kanada. Auf unserer Reise sind noch 30 weitere Nationalitäten an Bord, darunter 21 Gäste aus Deutschland. Bei meiner letzten Reise mit Oceania Cruises vor zwei Jahren ab New York, waren es lediglich vier Deutsche – diese Entwicklung kann für die zunehmende Beliebtheit der Reederei sprechen. Deutschsprachige Gäste sollten an Bord wissen, dass man um ein paar Englisch-Basics eigentlich nicht drum herum kommt.

Die Sirena bietet viel Platz für die über 600 Passagiere

Unsere Anreise und das lebendige Stadtleben von Buenos Aires

Nach wie vor plane ich alles individuell. Mir macht es einfach sehr viel Freude, Energie und Zeit zu investieren, um den Urlaub perfekt zu gestalten. Mit KLM geht es von Frankfurt via Amsterdam nach Buenos Aires. Eine Vorübernachtung im Hilton und eine Nacht im Hafen an Bord der MS Sirena gibt uns ausgiebig Zeit, die vielen spannenden Eindrücke der Hauptstadt des Tangos einzufangen. Insgesamt sind wir 30 Kilometer durch die Innenstadt gelaufen, den Rest der Stadt erkunden wir mit dem Hopp-on-Hopp-off-Bus. Sehr sehenswert ist das Viertel Puerto Madero, bei schönster Herbstsonne leuchten die rotgeklinkerten Gebäude und die hochragenden, restaurierten Hafenkräne, die im Übrigen aus Deutschland (Kranbau Eberswalde) stammen. Ein Blickfang ist auch der Präsidentenpalast am weiterläufigen Plaza de Mayo, in der Mitte des Platzes sehen wir Arm in Arm ein Pärchen Tango tanzen. Folgt man der Avenida de Mayo präsentiert sich stolz der argentinische Kongresspalast. Besonders schön kommt der Palacio del Congreso de la Nación Argentina bei Sonnenuntergang zur Geltung, sieht doch richtig schön aus, oder?

Historische Atmosphäre im alten Hafen und moderner Kontrast im Hintergrund
Der Palacio del Congreso de la Nación Argentina

Das angesagte Stadtviertel Palermo bildet mit seinen individuellen und mit viel Herzblut eingerichteten Cafe´s, Bars und Modegeschäften einen schönen Kontrast zum Stadtzentrum. High-End Shopping ist hingegen in der Galerías Pacífico Shopping Mall angesagt. Auch durch die interessanten Deckenmalereien lohnt sich ein Besuch des Kaufhauses. Bevor wir zu unserem Schiff MS Sirena zurückkehren, fangen wir ein paar Schnappschüsse vom gepflegten Stadtbild und jungen Wahrzeichen von Buenos Aires ein. Dabei sticht vor allem die Floralis Genérica hervor, eine 23 Meter hohe Seerosen-Skulptur aus Stahl und Aluminium. Mit einem Glas argentinischen Rotwein stehen wir an der Reling der MS Sirena, stoßen auf unsere Kreuzfahrt an und verlassen den Hafen von Buenos Aires bei Sonnenuntergang. Achso, das ist bestimmt auch noch interessant zu wissen: Das Chiquilin ist ein typisches Restaurant im Herzen von Buenos Aires mit authentischer Küche, sehr empfehlenswert. Wir sind ohne Bargeld sehr gut ausgekommen, nahezu alle Dinge sind mit der Kreditkarte abzuwickeln – außer Metro und Taxen, hier sind wir alternativ mit Uber gefahren. Vom Airport in die Innenstadt fährt ein Bus, die Fahrzeit liegt bei ca. 45 Minuten und kostet 9 Euro pro Person.

Faszinierend: Die Floralis Genérica
Die Hauptstadt des Tangos ist Ausgangspunkt unserer Kreuzfahrt

MS Sirena in Montevideo

Die Hauptstadt von Uruguay empfängt uns mit Sonnenschein. Grund genug für ein ausgiebiges Frühstück auf der Terrasse von Deck 9. Die Kaffeespezialitäten sind inklusive, der zuvorkommende Service erst recht. Mein Favorit zum Frühstück ist French Toast mit Sirup und frischen Himbeeren mmmmhhhh… das schmeckt mir. Der örtliche Tourismusverband unterstützt schon an Bord und gibt gerne Auskunft zu den Sehenswürdigkeiten in der Hauptstadt Uruguays. Wir durchlaufen zunächst die kleine Altstadt und kommen an einem der markantesten Gebäude der Stadt vorbei, den Palacio Salvo am Unabhängigkeitslatz. Die lange Strandpromenade von Montevideo lädt zum Radfahren ein und bietet schöne Fotomotive mit Ständen und Leuchtturm. Das Highlight ist der circa 10 Kilometer von der Innenstadt entfernte beliebte Schriftzug von Montevideo. Zurück in der Altstadt werfen wir noch einen Blick in den Mercado del Puerto, eine typische Markthalle mit zahlreichen Bars und Restaurants. Im Mittelpunkt steht eine historische Uhr, die an den vorigen Bahnhof an dieser Stelle erinnert. Am Abend haben wir unseren Lektor an Bord kennengelernt: Peter Croyle ist seit Jahrzenten auf den Weltmeeren unterwegs, hat dabei bereits 48 Mal das Kap Hoorn gesehen, und teilt exklusiv für Oceania Cruises und für die Schwesterreederei Regent Seven Seas Cruises sein Wissen über Geschichte, Kultur und die Pracht der Natur in den einzelnen Häfen und Destinationen. Peter trägt zur familiären Atmosphäre an Bord bei und ich unterhalte mich gerne über die schönsten Strände und Plätze der Welt mit ihm.

Magischer Sonnenaufgang beim Einlaufen in Montevideo
Sehr markant: Der Palacio Salvo am Unabhängigkeitslatz

Ein Hauch von holländischem Strandbad: Punta del Este

Wie jeden Morgen trinken wir unseren ersten Kaffee in der Horizon Lounge auf Deck 10 – aus deutschem Porzellangeschirr. Von einem grandiosen Panoramablick kann heute nicht die Rede sein, der Seenebel vor Punta del Este ist zäh, das ändert sich aber schlagartig, als wir mit dem Tenderboot den Hafen erreichen. Wir laufen zur riesigen La Mano-Skulptur mit 5 Fingern. Ähnliche Riesenskulpturen vom chilenischen Künstler stehen auch in Madrid, Venedig und in der Atacama-Wüste. Der weitläufige, zum Atlantik gewandte Strand, die Surfkultur, Buden und die vielen Hotels in Punta del Este haben praktisch Ähnlichkeit mit dem holländischen Badeort Noordwijk. Übrigens, auch Uruguay gilt als eines der sichersten Reiseländer. Mit Uber sind wir abschließend noch zu einem Aussichtspunkt nach Punta Ballena gefahren, interessant ist hier vor allem die Bauweise des Casapueblo Hotels, dessen Stil sich an den Häuserbau auf Santorini anlehnt. Gegen 17 Uhr wird der Anker eingeholt, wir genießen die Abendsonne an Deck und stoßen mit einem Spicy Caipirinha und Mojito auf das schöne Leben an. Bevor wir den ersten Hafen in Brasilien anlaufen, geben wir beim Weinkellner noch unsere Vorbestellung ab, um so die brasilianische 25%-Steuer auf alle kostenpflichtigen Getränke zu umgehen.

Die La Mano-Skulptur mit 5 Fingern am Playa Brava
Ziemlich lässig dieser Surfer

Entspannung pur am Seetag an Bord der MS Sirena

Zugegeben, bei einer zwölftägigen Kreuzfahrt kommt ein Seetag einfach zu kurz und unseren ersten brasilianischen Hafen Rio Grande do Sul, hätte ich liebend gerne gegen ein Tag auf hoher See getauscht. Mit 12 Knoten fährt die Sirena nun ruhig im südlichen Atlantik. Wie jeden Morgen betrachten wir die aufgehende Sonne – heute um 6:01 Uhr, also definitiv nichts für Langschläfer.

Schöner Schnappschuss vom Sonnenaufgang
Willkommen in der Horizon Lounge mit toller Aussicht

Sowohl beim Frühstück, als auch Mittag- sowie Abendessen können wir von frischer Seeluft und Sonne im Gesicht nicht genug bekommen. Daher zieht es uns ausschließlich in das Terrassen Cafe auf Deck 9. Zwei Ausnahmen sind die Besuche in den inkludierten Spezialitätenrestaurants Red Ginger, hier habe ich den leckeren Spicy Duck Wassermelonen-Salat sowie Beef Teriyaki probiert, und das Tuscan Steak Restaurant. Die Leistung der Küche ist per excellence, das zeichnet die Reederei Oceania Cruises aus und zieht sich wie ein roter Faden durchs Schiff: vom Grand Dining Room auf Deck 5 über das Terrassen Café auf Deck 9 bis hin zu den zwei Spezialitätenrestaurants auf dem zehnten Deck. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an die 66 Köche an Bord!

Das Terrassen Cafe auf Deck 9
Blick in das Spezialitätenrestaurant Red Ginger
Ratet mal, was ich im Tuscan Streak Restaurant zum Dessert gegessen habe 😉

Die balinesischen Loungemöbel auf dem Sonnendeck gehören im Übrigen zu unserem unangefochtenen Lieblingsplatz. Immer ein Platz frei, umsorgt von der sehr zuvorkommenden Poolbar-Crew und nicht zuletzt auch der Anblick auf das glitzernde Mosaik am Pool, sorgen für ein perfektes und bequemes Sonnenbad. Einzig und allein die Tischtennisplatte würde ich vom Deck verbannen: statt den „Ping“- und „Pong“-Hintergrundgeräuschen höre ich doch lieber dem Wind oder der Entspannungsmusik zu. Kurzer Einblick in die Poolbarkarte: Ganze 17 verschiedene Biermarken stehen zur Auswahl und werden in gekühlten Gläsern serviert – gibt’s ab 7,50 US-Dollar. Preise für ein Glas Prosecco oder Wein beginnen ab 10 US-Dollar, Flaschen ab 38 US-Dollar. Die lecken Cocktails kosten 8,25 US-Dollar, hinzu kommt bei allen Getränken eine Servicepauschale in Höhe von 18%. Alkoholfreie Getränke inklusive Cocktails sowie Smoothies am Waves Grill sind inklusive. Apropos Waves Grill, hier gibt’s zur Mittagszeit bis zum Nachmittag frische Burger und Sandwiches, mein Favorit ist das Reuben Sandwich.

Mein Lieblingsplatz auf dem Pooldeck

Zur Ausstattung der MS Sirena gehören zudem ein Fitnessstudio mit freiem Blick aufs Meer, eine jeweils separate Damen- und Herrensauna, Spa und ein Frisörsalon. Casino, Martinibar oder Sirena Lounge sehen uns selten bis gar nicht. Wir genießen da lieber das Schiffsleben mit freiem Blick aufs Meer. Folgend auch noch ein paar Schnappschüsse der öffentlichen Räume an Bord. Die schweren, dunklen Farben, der imperiale Stil gehören allerdings ab Mitte Mai der Vergangenheit an. MS Sirena wird derzeitig einem aufwendigen Make-over unterzogen. Ich bin gespannt auf das neue Re-Design, spätestens an Bord der MS Regatta im März nächsten Jahres werde ich es live und in Farbe sehen.

Lounge in der Cocktailbar Martinis
Die charmante Schiffsbibliothek

Hier haben wir übernachtet: Kabine 6033

Die Kabine ist noch im ganz klassischen Design gehalten und das aufwendige Modernisierungsprogramm von Oceania Cruises wird dem Schiff in Sachen Optik und Komfort gut tun. Wie auch immer, wir haben uns sehr wohl in unserer Außenkabine gefühlt, dazu hat vor allem das komfortable Bett beigetragen. Amerikanische Hotels sind ja bekannt für dicke Matratzen, aber der Bettkomfort der Prestige Tranquility Betten bei Oceania Cruises, übertrifft dann doch alles, worauf ich bisher geschlafen habe. Zur Kabinenausstattung gehören Minibar (bestückt mit kostenfreien Getränken), ein kleiner TV, ausreichend Euro- und US-Steckdosen, ein leistungsstarker Fön, Safe sowie Schränke mit genügend Stauraum. Bademäntel mit denen man sich auch sehen lassen kann, hängen auch gleich in der Kabine und im Bad freut man sich auf die Amenities von Bulgari. Noch ein Pluspunkt für Oceania Cruises: Pro Kabine ist ein Internetzugang via W-Lan oder Nutzung der Bord-Computer in der Bibliothek und Internet-Center inklusive.

Unsere gemütliche Außenkabine auf Deck 6

Mit Oceania Cruises zu den Schönheiten von Brasiliens Süden

Um 8 Uhr wird der Anker der MS Sirena vor Porto Belo geworfen, die Natur um uns herum ist bewundernswert: tropische Inseln voraus und malerische Buchten auf der Backbord-Seite. Wir schnappen uns Badetücher, zwei kostenfreie Wasserflaschen und nehmen das nächste Tenderboot. Der weiße Sandstrand lädt bei 26 Grad zum Sonnenbad ein. Aufgrund der Nebensaison sind Jetski-, Stand-up Paddling- und Kayak-Angebote limitiert, aber wir sind heute ohnehin auf Entdeckerkurs und laufen die Buchten auf und ab. Dabei taucht ein schönes Motiv nach dem anderen auf: Fischerhäuschen links und rechts, dazwischen ein altes Holzboot oder ein mit Palmen gesäumter Garten, Steg und im Hintergrund die MS Sirena. Was uns sehr positiv in Erinnerung bleibt, ist die Freundlichkeit der Bewohner von Porto Belo, überall werden wir herzlichst begrüßt.

Super Frühstück bei klasse Aussicht
Schickes Fotomotiv in Porto Belo

Mein Lieblingshafen heißt Paraty

Die MS Sirena schiebt sich vorbei an grüner Inselidylle bis die Kleinstadt Paraty in Sichtweite ist. Unser Tender reiht sich neben den vielen bunten Fischerbooten ein und schon ein erster Rundrumblick genügt, um festzustellen: Dies hier ist ein kleines Juwel Brasiliens. Der warme Sommerregen tut der Stimmung und der Schönheit keinen Abbruch. Paraty ist wie eine Stadt aus dem Bilderbuch: herausgeputzte Häuschen, Kirchen, Cachaça-Händler und allerhand Galerien. Aber Achtung, Stolpergefahr – die Straßen sind mindestens genauso historisch wie die Altstadt. Ob Rucksacktourist oder Kreuzfahrtpassagier, alle erfreuen sich an den fotogenen Kolonialstil des Kleinstadtidylls. Bei schönem Wetter empfiehlt es sich mit kleinen Booten an die abgelegenen Strände zu fahren, das Angebot an Bootsanbietern ist groß, bezahlt wird in der Landeswährung oder mit US-Dollar. Es war sicher nicht mein letzter Besuch in Paraty.

Die bildhübsche Kolonialstadt Paraty
Abendstimmung auf dem eleganten Sonnendeck der Sirena

In der wichtigsten Hafenstadt Brasiliens: Santos

Wenig schillernd präsentiert sich Santos, das Zentrum der brasilianischen Wirtschaft. Die Gebäude der Stadt erinnern an vergangene Glanzzeiten, aber zumindest kann sich die sieben kilometerlange Strandpromenade mit einem Eintrag als längste Grünanlage am Strand im Guinness-Buch der Rekorde schmücken. Übrigens auch in Santos gilt: Gelegenheit macht Diebe, an Bord werden wir sensibilisiert, Wertsachen an Bord zu lassen. Da der Verkehr nach und in São Paulo tückisch sein kann und unsere Liegezeit auch begrenzt ist, haben wir uns gegen einen Ausflug in die Metropole entschieden.

Der VW-Bulli ist ein beliebtes Auto in Südamerika

Ilha Grande und Buzios

Unter dem Kreuz des Südens laufen wir zwei weitere Häfen an, mal mit malerischen Buchten zum einen und Saint-Tropez-Flair zum anderen. Ilha Grande ist eine der bekanntesten Inseln Brasiliens, lockt mit tollen Schnorchelplätzen in der Blue Lagoon und mit leckeren Caipirinha-Bars. Wir leihen uns für 15 US-Dollar pro Stunde ein Kayak aus und paddeln zur MS Sirena.

Spaßige Kajak-Tour in der Bucht

Schickes Ambiente versprüht die Hafenstadt Buzios. Es blüht in den vielen sehenswerten Gassen und man sollte sich Zeit für die schicken Cafes nehmen – unser Tipp heißt Maria Maria Café in der Rua das Pedras. Probiert doch einmal einen Espresso Caipirinha oder Nutella Cheesecake aus. Der abendliche Himmel von Buzios spielt mit einem warmen Licht, einfach eine großartige Stimmung.

Mediterranes Flair in Búzios
Schönste Abendstimmung an Bord der MS Sirena

Nächster Gänsehaut-Moment: Vorbei am Zuckerhut

Mit dem Einlaufen in Rio de Janeiro habe ich mir einen Traum erfüllt und dieser Moment hatte alle Zutaten für eine Traumschiff-Folge: um 6:30 Uhr kommt der Lotse an Bord, die Sonne geht auf und wir nähern uns Rio´s Hafeneinfahrt. Meine Augen wandern von der weltberühmten Copacabana zur Christus-Statue bis hin zum bewundernswerten Zuckerhut. Kurz gesagt, es ist das perfekte Kreuzfahrterlebnis!

Nach 1936 Meilen erreichen wir Rio de Janeiro

Um 7:30 Uhr liegen wir fest vertäut nahe dem auffälligen Museum of Tomorrow an der Pier. Die Lage ist günstig: die Altstadt ist fußläufig zu erreichen, wer möchte, kann auch die Tram nutzen. Tolle Fassaden und mehrere architektonische Highlights wie das Stadttheater, die Candelária-Kirche oder das Carioca Aqueduct mit der historisches Santa Teresa Straßenbahn zeichnen das Stadtbild von Rio´s Innenstadt. Wir nähern uns leider dem Ende unserer Kreuzfahrt, im Tuscan Steak Restaurant lassen wir es uns noch einmal richtig gut gehen und versuchen, die vielen Eindrücke der insgesamt zehn Häfen zu sortieren. Fest steht für uns: die beginnende Nebensaison im April ist ein super Reisemonat und auch die Route von Süden (20 Grad) nach Norden (35 Grad) ist aufgrund der immer wärmer werdenden Temperaturen sehr charmant.

Blick auf die brasilianischen Metropole Rio de Janeiro
Unterwegs im Künstlerviertel Santa Teresa

Keep calm and drink Caipirinha an der Copacabana

Erholung und Entspannung finden wir auch noch an den folgenden Osterfeiertagen. Breite Sandstrände, die besten Caipirinhas und Musik in den Ohren, das macht die lässige Atmosphäre an der Copacabana aus. Jeweils am Vormittag konzentrieren wir uns auf die Sehenswürdigkeiten wie Zuckerhut (Seilbahn 110 R$ pro Person), Christusstatue (Zug zur Statue 79 R$ pro Person) und den Botanischen Garten (Eintritt 15 R$ pro Person). Darüber hinaus steht vor allem das Sonnenbad an der weltberühmten Copacabana im Vordergrund und das war einfach großartig. Übrigens haben wir nie ein Taxi, sondern stets den unkomplizierten Service von Uber genutzt.

Spektakulärer Blick auf die Copacabana

Ich hoffe, euch hat mein Beitrag über die MS Sirena von Oceania Cruises und Südamerika gefallen. Wenn ihr Lust habt, hinterlasst doch einen Kommentar. Und nun kommen wir noch zur Bildergalerie: